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Zwischenzeich(n)en

Nikolaus Gansterer

Schwerpunkt: Zeichnung/Performance/Installation

Nikolaus Gansterer ist ein Künstler und Performer, der sich für die dynamischen Räume zwischen Zeichnen, Denken und Handeln interessiert.

Anhand von Bildern, Materialien und Beispielen aus seinem Werk wird Nikolaus Gansterer in seine laufende Praxis der Auf-zeichnung einführen. Gansterer begreift die Prozesse des Denkens und des Zeichnens als synonym. Er beschäftigt sich daher mit der grundsätzlichen Frage, wie sich Denkprozesse übersetzen lassen, und untersucht, wie der Akt des Zeichnens zu einem Werkzeug der Kommunikation werden kann.

Um sich der Materialität der Wahrnehmung zu nähern, wendet Gansterer eine spezifisch performative Grammatik an, in der sich der Fluss der Beobachtungen des Künstlers in Bezug auf seine Umgebung als fesselnde Live-Zeichnungen und Körper-Diagramme manifestieren. Er stellt die Frage, wie diese situativen Bedeutungskonstruktionen zu einer radikalen Sympoiesis erweitert werden können: wo eine Gedankenlinie zu einer Linie auf dem Papier wird, sich in eine Linie im Raum verwandelt und dann wieder zu einer mit dem ganzen Körper artikulierten Linie oder sich in ein Objekt verwandelt.

Über den Künstler:

Nikolaus Gansterer ist ein Künstler, Performer und Forscher, der sich intensiv mit den Verbindungslinien zwischen Zeichnung, Denken und Handeln beschäftigt. Seine Praxis basiert auf einem transmedialen Ansatz. In Form von Installationen und Performances spürt er der Un/Übersetzbarkeit von Wahrnehmungsphänomenen in ein künstlerisches Umfeld nach. In seiner künstlerischen Forschung konzentriert er sich auf die Kartierung ephemerer und emergenter Prozesse, die die imaginäre Schwelle zwischen Natur und Kultur, Kunst und Philosophie hinterfragen.

Nikolaus Gansterer studierte Anthropologie an der Universität Wien und Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien, Österreich, und schloss sein interdisziplinäres Studium an der Jan van Eyck Academie in Maastricht, in den Niederlanden, ab. Er ist Mitbegründer des Instituts für transakustische Forschung Wien. Derzeit lehrt er an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Gansterers Faszination für den komplexen Charakter von diagrammatischen Figuren führte zu zwei Büchern: "Drawing a Hypothesis - Figures of Thought", (Wien/New York: Springer, 2011) über die Ontologie der Formen von Visualisierungen und die Entwicklung der diagrammatischen Perspektive und "Choreo-graphic Figures: Deviations from the Line”, (Berlin/Boston: De Gruyter, 2017) über die Entwicklung experimenteller Notationssysteme und verkörperter Diagramme, indem er eine interdisziplinäre Begegnung zwischen Choreographie, Zeichnung und Schrift inszeniert. Von 2019 bis 2023 leitet Gansterer das Forschungsprojekts “Contingent Agencies”, das sich mit Taktiken der Notation und Reflexion von Wirkkräften innerhalb von Atmosphären beschäftigt.




Zwischenzeich(n)en
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Teilnehmen

(max. 12 Teilnehmer)

Geschlossen

Raum M 3.02

Monday, 12:00 – 16:00
Tuesday, 09:00 – 16:00
Wednesday, 09:00 – 15:00

Ansprechpartner*in

→ Prof. Carolin Jörg

Links

→ http://www.gansterer.org